Bollinger- unverwechselbarer Stil

Exklusivität, das ist beim Champagner ein immer gerne verwendetes Attribut. Doch es gibt ein Haus, das damit wirklich in Verbindung gebracht werden kann: Bollinger.

Der Hersteller Bollinger

Am Rande der Kleinstadt Aÿ, nicht weit von Épernay entfernt, liegt das historische Anwesen des Champagnerhauses Bollinger. Es wird noch heute von den Nachfahren der ursprünglich aus Württemberg stammenden Familie geleitet, die das Haus 1829 gegründet haben. Seitdem wurde am unverwechselbaren Stil des Hauses geschliffen, der wie kaum ein anderer Champagner für Reife und vielschichtige Eleganz steht. Solch einen Stil kann man nicht einfach aus dem Hut zaubern, er kann nur wachsen: vor allem in den Weinbergen und natürlich auch dank der unzähligen Facetten einer anspruchsvollen Kellerarbeit.

Und so gehört Bollinger zu den wenigen Häusern, deren Champagnertrauben zu über sechzig Prozent in eigenen Weinbergen wachsen, es sind insgesamt über 160 Hektar. Das ist in der Champagne wirklich keine Selbstverständlichkeit, zumal 85 Prozent davon, typisch Bollinger, in den besonders wertvollen Grand-Cru- und Premier-Cru-Lagen lokalisiert sind, also zum Besten vom Besten zählen. Damit kann das Haus einen besonders kontinuierlichen Weinstil garantieren, denn die beim Zukauf von Trauben unvermeidlichen Qualitätsschwankungen werden so auf ein absolutes Minimum reduziert. Dass selbst bei der „Special Cuvée“ auf über achtzig Prozent Premier-Cru- und Grand-Cru-Lagen zurückgegriffen wird, ist typisch Bollinger. Und das kann man ganz klar herausschmecken.

Die Einzigartigkeit von Bollinger
Schmecken kann man auch, dass die Weinberge mit großer Sorgfalt gepflegt werden. Statt der sonst in der Champagne üblichen 380 Arbeitsstunden pro Hektar sind es bei Bollinger über 500. Zu zwei Dritteln kommt bei Bollinger übrigens die rote Rebsorte Pinot Noir zum Einsatz, die weiß gekeltert wird. Denn der opulente Bollinger-Stil ist nur dank des alterungsfähigen und vielschichtigen Pinot Noirs möglich – klar erkennbar am herrlich leuchtenden Goldgelb im Glas. Doch das sind nur äußere Werte, die inneren werden durch einen saftigen Geschmackstyp charakterisiert, die die typisch appetitliche Frucht dieses schäumenden Elixiers ausmacht.

Aufregend ist, was dann im Hause Bollinger passiert: Nur die besten Partien der Traubenpressung werden überhaupt verwendet und dann teilweise in Eichenfässern vergoren. Für deren Pflege leistet sich das Haus, typisch Bollinger, als einziges in der Champagne noch einen eigenen Küfer. Denis Saint-Arroman heißt er und ist verantwortlich für die ständige Wartung der über 3.500 Fässer mit rund 400 Litern Inhalt. Sie sind im Schnitt über dreißig Jahre alt und prägen den reifen, strukturierten Stil der Weine. Jedes Fass ist dabei mit einem Code gekennzeichnet, mit dem alle Daten des Fasses erfasst werden.

„Ich trinke Champagner, wenn ich froh bin und wenn ich traurig bin.
Manchmal trinke ich davon, wenn ich alleine bin; und wenn ich Gesellschaft habe,
dann darf er nicht fehlen.
Wenn ich keinen Hunger habe, mache ich mir mit ihm Appetit, und wenn ich hungrig bin,
lasse ich ihn mir schmecken.
Sonst aber rühre ich ihn nicht an, außer wenn ich Durst habe.“
(Madame Lily Bollinger)

Der etwas andere Weinkeller
Dann geht es ab in den Keller! Das ist bei Bollinger ein rund fünf Kilometer langes Labyrinth von Gängen, das sich unter dem Städtchen Aÿ erstreckt (Übrigens: Dort unten fand man kürzlich sogar ein vergessenes Lager mit über hundert Jahre alten Champagnerflaschen, die das außerordentliche Qualitätspotenzial dieser Weine unter Beweis stellen). Die „Special Cuvée“, verfeinert mit bis zu 15 Jahre alten Reserveweinen, lagert durchschnittlich drei bis fünf Jahre bis zur Vollendung. Im Keller reifen auch die rund 700.000 Magnumflaschen, gefüllt mit dem Besten vom Besten: den im Holzfass vergorenen Spitzenweinen.


„Die Bollinger Special Cuvée ist für mich klar einer der besten ‚Standard‘-Champagner.“
(Pascal Zier / Gourmondo)

Aber nicht etwa mit einem schnöden Kronenkorken verschlossen, non, non, non!, sondern mit einem echten Korken, oui, oui, oui!, der einen leichten Luftaustausch ermöglicht und den feinen Reifestil betont. Typisch Bollinger eben! Das macht sonst kein anderes großes Haus in der Region mehr. Die wertvollsten Jahrgänge werden die Champagnerfans dann als „Grande Année“ mit bis zu acht Jahren Reifezeit beglücken, während die allerbesten sie nach über zehn Jahren als faszinierend vielschichtige „R. D.“ in Verzückung versetzen dürfen.

Die Magnums werden, typisch Bollinger, selbstverständlich von Hand gerüttelt. Nach dem Degorgieren entstehen so Champagner einer sehr zarten Dosage von rund drei bis maximal neun Gramm Zucker pro Liter. Solch eine mutige Zurückhaltung kann sich nur erlauben, wer die kristalline Klarheit von wahrhaft großem Spitzenwein zum Ausdruckbringen will. Kein Wunder, dass Bollinger die Ehre der Auszeichnung als „Lebendes Kulturgut Frankreichs“ zuteilwurde. Typisch Bollinger!

 

Hier gelangen Sie zu unserem Bollinger Sortiment

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *