Das Affenhaus

47 Zutaten, weiches Quellwasser und ein legendärer Name, der im Kopf bleibt – „Monkey 47“, der Dry Gin aus dem Schwarzwald, hat sich im Eiltempo vom Insidertipp zur Kultmarke entwickelt.

Die Entstehung
Wie viel Wahrheit in der Geschichte steckt, weiß eigentlich niemand so genau. Aber gut ist sie auf jeden Fall. Der Legende nach gab es also jenen britischen Luftwaffenkommandeur Montgomery „Monty“ Collins, der nach dem Krieg in Berlin stationiert war und sich dort nebenbei für den Wiederaufbau des Berliner Zoos engagiert haben soll. Unter anderem mit einer Patenschaft für einen Affen namens Max. Nach seiner Zeit in Berlin verschlug es „Monty“ in den Schwarzwald, wo er eine Karriere als Uhrenmacher anstrebte.

Mangels Talent wurde das aber nichts und so eröffnete er – ganz nach dem Motto „Wer nichts wird, wird Wirt“ – eine Kneipe, der er in Erinnerung an seinen Berliner Patenaffen Max den Namen „Zum wilden Affen“ gab. Als echter Brite vermisste er aber seinen Gin und kurzerhand begann er, mitten im Schwarzwald seinen eigenen Gin zu produzieren. Die Geschichte verliert sich irgendwann in den 60er-Jahren, bis glücklicherweise bei Renovierungsarbeiten in einem alten Schwarzwälder Landgasthof
eine Holzkiste mit einer alten Flasche und dem Etikett „Max the Monkey – Schwarzwald Dry Gin“ gefunden wurde. Mit in der Kiste eine lange Liste mit 47 Zutaten für „Montys“ Schwarzwald-Gin.

Der wilde Affe
2010, zwei Jahre nach der Wiederentdeckung des Rezeptes, wagten sich Alexander Stein und Christoph Keller, der Inhaber der renommierten Brennerei Stählemühle (Gourmondo Magazin 1/2016), mit dem alten neuen Schwarzwald-Gin auf den Markt und setzten mit Qualität, Design und Preis von Anfang an ein Zeichen. Gemeinsam hatten die beiden so lange mit den Zutaten des Rezeptes experimentiert, bis ein einzigartiger Charakter entwickelt war. Ihre regionale Zutatenliste beschreiben Alexander Stein und Christoph Keller heute liebevoll als „Schwarzwald-DNA“.

47 Botanicals, also pflanzliche Zutaten, davon rund ein Drittel aus heimischen Gefilden, haben Eingang in die meisterliche Rezeptur gefunden – ob würzige Fichtensprossen, frische Holunderblüten oder mild-süße Brombeerblätter. Sogar das Wasser stammt aus der hauseigenen Quelle bei Alpirsbach. Als Geheimwaffe nutzen die Gin-Macher urtypische Schwarzwälder Preiselbeeren, die wie sie sagen „alles beinhalten, was auch in einem guten Gin zu finden ist: ausgeprägte bittere Noten, akzentuierte Säure und subtile Frucht“.

„Das Label der dunkelbraunen Apotheker-Flasche ist zum Markenzeichen eines der erfolgreichsten Gins geworden.“
(Alexander Stein & Christoph Keller)

Einig sind sich die Experten: „Das Schlimmste, was man über Gin sagen kann: Er soll nach Wacholder schmecken, nach sonst nichts.“ Gegen diese Aussage ist der „Monkey 47“ bestens gewappnet und offenbart sich nach geduldiger Lagerung in traditionellen Steingutfässern als selbstbewusster Gin, der pfeffrig-würzig und nach frischen Zitrusfrüchten schmeckt. Seinem exzentrischen Charakter lässt der Gin mit indisch inspirierten Aromen wie Ingwer, Kardamom oder Zimt freien Lauf.

Die Produktion
Die ersten 2 000 Flaschen gingen 2010 über die Theke. Ein zart illustriertes Äffchen, in der Hand einen Zweig, ziert seitdem das Label der dunkelbraunen Apotheker-Flasche und ist zum Markenzeichen eines der erfolgreichsten Gins geworden.

Anfangs in sehr limitierter Auflage noch einem kleinen Kreis von Kennern vorbehalten, entwickelte sich der kleine Affe prächtig. Hohe Destillationskunst und eine wachsende Fangemeinde ließen die Produktion im Jahr 2013 bereits auf summa sumarum 150 000 Flaschen ansteigen.

Von Anfang an war für Alexander Stein klar, dass die Produktion des „Monkey 47“ in Christoph Kellers Stählemühle nur eine Zwischenlösung ist. Ein Gin aus dem Schwarzwald muss auch dort produziert werden. Auch, weil der logistische Aufwand unverhältnismäßig hoch war. In der Nähe von Loßburg wurde Alexander Stein fündig und kaufte schon 2013 das idyllische Landgut Schaberhof. Den Auftrag, aus dem alten Hof eine moderne Destille zu machen, bekam das Architekturbüro Philipp Mainzer. „Dem Umbau ist eine lange Planungsphase vorausgegangen“, erklären die traditionsbewussten Gin-Macher. „Wir wollten den historischen Charakter des Hofes unbedingt wahren.“

Innerhalb eines Jahres wurde aus dem ehemaligen Milchbetrieb ein moderner Gebäudekomplex, der gleichzeitig den Charme eines Schwarzwald-Bauernhofs verströmt. Heute erstrahlt der Schaberhof in einem gelungenen Mix aus Holz, Glas und Stahl und in Anlehnung an die traditionelle Schwarzwaldarchitektur schmücken über 100 000 Holzschindeln die Fassade des Hauptgebäudes. Herzstück des Hofes ist aber die Destillerie mit der prächtigen Brennanlage, die in vorindustrieller Optik die Liebe zum Handwerk verkörpern soll. Stilsicher und mit viel Liebe zum Detail entstand eine „Kathedrale des Gins“, zu der neben der Destille auch Verkostungsraum, Lagerraum und eine gemütliche Schwarzwaldstube gehören. Passend zum Gin und der dazu gehörenden Geschichte ist die Destille auf den Namen „Zum wilden Affen“ getauft.

Der Wegbegleiter Pernod Ricard
Auf den Erfolg des „Monkey 47“ war zuvor auch der französische Wein- und Spirituosenkonzern Pernod Ricard aufmerksam geworden. Im vergangenen Jahr stieg Pernod Ricard Deutschland in das Monkey-Geschäft ein und sorgte damit in der Branche für einen Paukenschlag. „Es gibt Momente im Leben, da weiß man sofort, dass man etwas Besonderes entdeckt hat. Und ‚Monkey 47‘ ist etwas Besonderes“, erklärt CEO Alexandre Ricard. Vom idyllischen Schwarzwald aus hat der Gin nun seine Weltreise angetreten und kommt mittlerweile in über 50 Ländern auf vier Kontinenten ins Glas.

„Pernod Ricard ist ein Wegbegleiter, der unsere Unabhängigkeit respektiert, lebt und als wesentlich erachtet“, beschreibt Monkey-Chef Alexander Stein die Zusammenarbeit. Individuelle Freiräume bleiben erhalten und so wird auch die Produktion bis heute durch die geschickten Black Forest Distillers durchgeführt. Auch beim Corporate Design setzen die Monkey-Macher weiterhin Akzente und erzeugen durch historisch anmutende Illustrationen aus der Botanik und skurrile Schwarz-Weiß-Bilder ein nostalgisches Stimmungsbild. Passend zur Retro-Optik fügt sich auch der Webauftritt im britischen Newspaper-Stil vergangener Tage in das Corporate Design ein. An der einzigartigen Qualität des „Monkey 47“ hat sich aber nichts geändert.

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