Très Jolie, très Pitt!

Miraval Provence Rosé – Besuch vor Ort

Wenn man von Miraval, dem berühmtesten Rosé der Welt, spricht, fällt ein Name oft unter den Tisch. Natürlich sind Angelina Jolie und Brad Pitt die Initiatoren dieses Projektes  in der Provence (und wegen der Scheidung gerade in aller Munde), aber die treibende Kraft dahinter ist die Familie Perrin. Ihrem sicheren Gespür für Wein ist es zu verdanken, dass der Rosé von Miraval zu einer Erfolgsgeschichte werden konnte, die ihresgleichen sucht.

Wir treffen Matthieu Perrin in Gigondas. Er ist eines von neun Mitgliedern der Familie Perrin, deren Präzisionsarbeit zur südlichen Rhône gehört wie die weltberühmte Brücke von Avignon. Doch im Gegensatz zu diesem Bauwerk ist alles, was die Weindynastie Perrin in den vergangenen 90 Jahren angefasst hat, von Vollendung gekrönt. Aus diesem Grund sind Jolie und Pitt bereit gewesen, sich auf eine Kooperation einzulassen, die den Perrins die Freiheit einräumt, ihre persönliche Vision von absoluter Weinqualität in die Tat
umzusetzen. Um besser zu verstehen, was das bedeutet, gewährt uns Matthieu ein paar Einblicke in das Lebenswerk seiner Familie.
Zuerst Gigondas. Hier liegt die Domaine du Clos des Tourelles, ein ehemaliges Kloster, das einen herrlichen Weinberg in seinen Mauern beherbergt. Der Kalk-Sand-Boden wird völlig entspannt mit Pferden bearbeitet. Dort wachsen uralte, nach organisch-biologischen Prinzipien gepflegte Grenache- und Syrah-Reben, deren Trauben mit ihrem Stielgerüst spontan vergoren und nach einer Reifezeit von 15
Monaten in 5.000-Liter-Fuderfässern unfiltriert abgefüllt werden. Das ist komplett zu Ende gedachte Weinphilosophie. Die Weine sind von großartiger Struktur, sie weisen eine hochkomplexe Aromenvielfalt und eine sanfte sowie zugleich packende Gerbstoffstruktur auf.

Dann Château de Beaucastel. Auf dem Stammsitz bei Orange widmen sich die Perrins dem Châteauneuf-du-Pape. Ein Name wie ein Donnerhall – wenn man aber ein Glas ihres Rotweins an die Lippen setzt, spürt man, warum ihre Interpretation eine Legende, ein Gesamtkunstwerk aus 13 Rebsorten ist. Der Mistral bläst hier an über 100 Tagen im Jahr, der Lehm-Sand-Kalkboden ist übersät von großen Kieselsteinen, den Galets Roulés, die die heftigen sommerlichen Niederschläge drainieren. Hier, im nördlichsten Teil der Appellation, entsteht ein Rotwein, der Maßstäbe setzt. „Die delikatesten Früchte sind nicht immer die schönsten“, sagt Matthieu, „unsere sind klein und schrumpelig mit viel Haut und wenig Saft. Am Selektionstisch sortieren wir alles aus, was nicht perfekt gesund ist, und vergären die Trauben. Danach komponieren wir den Blend und lagern den Wein in großen Eichenfässern. “Die geschmacklichen Koordinaten könnten nicht komplexer ineinander verwoben sein. Süßlich-scharfe Momente und vegetabile Reflexe klinken sich ins Geschehen ein, oxidative und reduktive Aromen, Fruchtsäure und Frische sorgen für den perfekten Druck am Gaumen. Die Gerbstoffe tänzeln wie eine 3D-Animation über die Zunge. Perrins Châteauneuf du Pape muss auch Angelina Jolie und Brad Pitt überzeugt haben, als sie sich auf die Suche nach einem Önologen für Miraval machten.
Jolie Pitt Miraval Rosé
Wenn man Miraval verstehen will, muss man wissen, welche Bedeutung die Familie Perrin hat. „2009, in den Verhandlungen, haben wir gesagt, wir kümmern uns vom Anbau bis zum Vertrieb um alle Details“, berichtet Matthieu, als wir von der Security am Eingangstor von Miraval gecheckt werden. „Wir möchten, dass unser umfassender Qualitätsbegriff ein integraler Bestandteil des Weines wird. Aber nur als beratende Önologen können wir das nicht umsetzen.“ Das muss das entscheidende Argument gewesen sein. Und so wird auch nachvollziehbar, warum Jolie und Pitt ein 50/50-Joint-Venture mit der Familie Perrin gegründet haben und seit dem ersten Jahrgang 2012 ein Rosé-Meisterstück nach dem anderen präsentieren. Der Rosé von Miraval spiegelt die Reife der Frucht und die Frische seiner Herkunft wider, sein Charakter ist präzise, klar, mineralisch und anziehend. In ihm sind die Wesenszüge der roten Sorten Grenache, Syrah und Cinsault vereint, aber so dosiert, dass der erfrischende sowie elegant-saftige Charakter des Weines nur unterstützt, jedoch nicht überlastet wird. Das Gerbstoffmanagement ist spektakulär. Um einen Rosé dieser Klasse herzustellen, muss man sich seiner Sache schon so sicher sein wie die Familie Perrin.

Auf Quads fahren wir durch das 500-Hektar-Anwesen bis auf den höchsten Punkt von Miraval, wo wir von aggressiven Mistralböen kaltgefönt werden. Wir befinden uns auf 480 Metern Höhe. Der Blick ins Tal zeigt, unter welch arbeitsaufwändigen Bedingungen die Reben hier gepflegt werden. Zum Teil stehen sie auf Terrassen, dazu magere Böden, geringe Erträge und ein grenzwertiges Klima. Zwischen den verstreuten Parzellen macht sich überall Wildnis mit Rosmarin, Fenchel und undurchdringlicher, stacheliger Garigue breit – die Provence hier oben ist kein Ponyhof.

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Bildrechte: © Miraval

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