Voller Saft voraus

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Van Nahmen Säfte

 
Wer glaubt, dass Saft nur etwas für Kinder sei, der wird von den Säften der Kelterei van Nahmen eines Besseren belehrt. Aus diesem Hause kommen hochindividuelle Spitzensäfte für anspruchsvolle Genießer.
 
Idyllischer als die Heimat der Kelterei van Nahmen kann man sich ein Örtchen am Niederrhein kaum vorstellen. Am Ortsrand von Hamminkeln mit seinen beschaulichen eingeschossigen Backsteinhäusern liegt die Einfahrt zum Firmengelände. Hier wird Saftgeschichte geschrieben, denn wie kaum eine andere Kelterei hat sich die Familie van Nahmen, die 2017 ihr 100-jähriges Firmenjubiläum feiern wird, den sortenrein gepressten Säften verschrieben. Weit über 30 Saftsorten werden in Hamminkeln produziert, darunter sieben unterschiedliche Apfelsäfte. Allesamt stilvoll abgefüllt in Bordeauxflaschen.
 
RZ_Van_Nahmen_DSC3636„Die alten Sorten liegen uns ganz besonders am Herzen“, sagt Dr. Peter van Nahmen, der Geschäftsführer der Kelterei. Stets ist er auf der Suche nach fast vergessenen Apfelsorten jenseits der rund zehn Arten, die es in jedem Supermarkt zu kaufen gibt. Und dann schenkte er eine Runde vom 2015er Kaiser-Wilhelm-Apfel aus. „Diese Sorte wächst nur an Hochstammbäumen mit bis zu sieben Metern Höhe. Da müssen Sie sich schon was einfallen lassen, um auf einem Hanggelände an die Äpfel zu kommen. Und ganz oben hängen ja immer die reifsten Früchte!“ Der Saft verströmt einen betörenden Duft, erinnert an Kräuter und hat eine milde, zurückhaltende Süße, mit einem cremigen Finale.
 
Verrückt! Der Saft schmeckt gar nicht richtig süß, sondern fein und ausgewogen. Die uralte Streuobstwiese mit den stolzen Bäumen liegt ausgerechnet im 650 Kilometer entfernten Großsedlitz bei Dresden und wird von treuen Freunden der Kelterei geerntet – bezahlt werden sie mit Naturalien. „Wir haben eben eine echte Fangemeinde“, resümiert der Firmenchef stolz. Vom Kaiser Wilhelm gibt es nur 4.000 Flaschen.
 
„Es sind bei uns oft die Kunden, die Ideen beisteuern und Anregungen bringen“, berichtet Peter van Nahmen. So kam auch der Saft von der rotenSternrenette ins Programm: „Wir wurden bei unserem Streuobstwiesenfest 2007 auf diese alte Sorte angesprochen, die früher auch als Weihnachtsbaumschmuck beliebt war und sich den Menschen eingeprägt hat.“Mit großem Aufwand haben die van Nahmens Bäume dieser Sorte in der Umgebung ausfindig gemacht, aus denen sie Saft pressten, der heute einen wichtigen Stellenwert im Programm einnimmt. „Ein moderner Spalier-Apfelbaum liefert schon nach zwei, drei Jahren Früchte. Ein Hochstamm braucht dafür bis zu zehn Jahre und erst nach 25 Jahren bringt er sein Optimum. Dafür kann er aber auch über 80 Jahre alt werden.“
 
Schon früh hat sich die Familie den Streuobstwiesen verschrieben, die die Landschaft am Niederrhein immer noch prägen. „Wir zahlen unseren Lieferanten für die Äpfel von Streuobstwiesen rund 50 Prozent mehr als andere Abnehmer. Das ist unser aktiver Beitrag zum Erhalt dieser wundervollen Kulturlandschaft.“ „Für die Zukunft denken“ ist das Motto der van Nahmens: „Wer sich heute entschließt, eine rote Sternrenette zu pflanzen, tut das auch für die nächste Generation, die die Ernte einfahren wird.“ Die unvergleichliche Qualität der Van-Nahmen-Säfte ist vor allem auch ein Resultat rigoroser Qualitätsselektionen im Herbst: Was faul oder unreif ist, wird konsequent aussortiert. Von Hand, versteht sich!
 
Wer es einfach nur sanft und seidig liebt, der kommt beim weißen Pfirsich voll auf seine Kosten. Die Früchte dieses Nektars stammen aus dem Piemont, der Saft strömt wie flüssiger weißer Samt über die Zunge. Unglaublich delikat – ob solo oder im Mix mit Prosecco als „Bellini“. Neue Sorten werden erst ins Programm aufgenommen, nachdem sie versuchsweise „gecastet“
wurden, wie Peter van Nahmen es ausdrückt. Von Anfang an aber ist der Rhabarbernektar mit 70 Prozent Fruchtanteil der Hit des Hauses. Jeweils von Mai bis Ende Juni geht die Ernte, verarbeitet wird nur voll ausgereifter Rhabarber der Sorte Framboozen. Er erinnert im Duft an Himbeeren und hat einen feinherben Akzent mit exzellenter, angenehm integrierter Fruchtsäure sowie feiner Süße. Im Finale zeigt er Rosenduft und einen Hauch Banane. Ein Gedicht – pur, mit Eis oder, unschlagbar im Sommer, mit einem Spritzer Mineralwasser. Das stellt jede Apfelsaftschorle in den Schatten.

Durst bekommen? Hier geht es zu den Van Nahmen Säften!

 

Bildrechte: © Johnannes Grau

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