Stolze Vergangenheit, große Zukunft: Villa Heynburg

Stolze Vergangenheit, große Zukunft

In der Ortenau entstand mit der Villa Heynburg ein ambitioniertes Weingut, dessen erster Jahrgang nun Premiere feiert

Villa Heynburg
Villa Heynburg

Adel verpflichtet, auch beim Genuss. Aber, es muss ja nicht immer der Champagner sein, der den Gaumen entzückt. Nicht nur imn Baden hatte so mancher Adliger seinen exklusiven Hauswein. So war es auch in Kappelrodeck im Schloss Rodeck, an dessen Fuße der Landsitz „Villa Heynburg“ stolzer Mittelpunkt eines adligen Weinguts war. Dessen edle Weine waren jedoch nie erhältlich, sondern dem Adel vorbehalten. Aber, wie man im Ort munkelte, sollte der Wein von vorzüglicher Gütte gewesen sein. Naheliegend, schließlich gehören die Kappler Weine bekanntlich mit zu den besten, die Baden zu bieten hat. Nach einigen Besitzerwechseln um die Jahrhundertwende war es mit der Weinkultur der Villa Heynburg bald vorbei, die Villa wurde anderweitig genutzt und geriet in Vergessenheit. Währenddessen war ein anderer Stern in Kappelrodeck aufgegangen, nämlich der des Winzerkellers Hex vom Dasenstein, in dessen Besitz die Villa Heynburg anno 1990 überging. Der Glanz der alten Villa war dennoch nicht verloren. Zeit für einen Neuanfang!

Jürgen Decker und Marco Köninger, der eine Betriebsleiter, der andere Weinmacher, sind nicht nur badische Visionäre, sondern auch Macher. Beide stammen sie aus Ortenauer Winzerfamilien, und beide wollen sie die Villa Heynburg, wenn schon nicht als Gebäude so doch als Weingut, wiederauferstehen lassen. Qualitativ spielt man ganz oben mit, und dafür ist das Beste gerade gut genug. Die besten Trauben, die beste Technik, die beste Logistik. Ein Schlüssel für den Erfolg ist die Ertragsreduzierung, die man bis zum Äußersten ausreizt. Bis unter 40 Hektoliter Ertrag auf einem Hektar Reben will man für die „Resérve-Weine“ gehen. Die Gleichung ist ja bekannt: Je weniger Trauben am Weinstock wachsen, desto gehaltvoller und dichter gelangen sie zu voller Reife. Zudem wachsen die Reben der „Villa“ nur auf sorgfältig ausgesuchten Flächen. Auf acht Hektar werden nun auf verschiedenen Parzellen und Steillagen in der Ortenau Riesling, Weißburgunder, Grauburgunder, Chardonnay, Rivaner sowie Spätburgunder und die Rotweinrarität St. Laurent angebaut. Die Vielfalt ist Absicht. Decker und Köninger möchten sich nicht auf eine Rebsorte fixieren, sondern begreifen den bunten Strauß als Chance – oder als Herausforderung.

Villa Heynburg - Jürgen Decker -  Marco Köninger
Villa Heynburg - Jürgen Decker - Marco Köninger

Zwei große Weine (Réserve, Grande Réserve) wurden als Flaggschiffe auserkoren, um den „kleinen Weinen“, für die man bewusst auf Prädikate wie Kabinett und Spätlese verzichtet, den Weg zu ebnen. „So, wie sich der Jahrgang präsentiert, so kommt er auch auf die Flasche“, sagt Betriebsleiter Decker. Ob das Experiment gelingt? Schon die ersten Blindverkostungen und Weinwettbewerbe brachten fantastische Ergebnisse. Und wer die beiden jungen „Macher“ kennt, weiß, dass sie mit Herzblut und voller Leidenschaft die Villa Heynburg etablieren werden. Da kommt nun Qualität in Riesenschritten. Den Mutigen gehört die Zukunft.

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